Angst und Straßenhunde und ihre Menschen als Sozialpartner.

Häufig bekomme ich die Frage gestellt, ob ich Angstzustände meines Hundes ignorieren soll. Das ist oder war eine weit verbreitete Meinung. Ich würde es aus folgendem Grund nicht machen.
Als erstes bildet der Mensch und sein Hund eine Gemeinschaft. Eine Gruppe in der sich jeder auf den anderen verlassen kann und muss.
Wenn es jetzt zum Beispiel draußen knallt, und der Hund kommt zitternd zu seinem Menschen, seinem Sozialpartner, sucht er bei ihm Schutz.
Der Hund vertraut darauf, dass sein Mensch für ihn da ist und ihm Sicherheit vermittelt.
Wenn der Hund nun ignoriert wird, bedeutet dies, dass der Mensch dem Hund keine Sicherheit bietet.
Wem soll der Hund vertrauen, wenn nicht seinem Menschen. Er ist ein Teil der Gruppe und muss gerade in solchen Situationen für seinen vierbeinigen Freund da sein. An wen sonst, soll sich der Hund mit seiner Angst wenden? Er wird einfach alleine gelassen.
Gerade bei einigen Straßenhunden ist Vertrauen nicht immer einfach zu haben. Sie mussten sich nie auf einen Menschen verlassen. Im Gegenteil, sie wurden von ihnen weggejagt oder schlimmeres.
Dabei unterscheide ich zwei Formen. Die eine ist Sicherheit geben und die andere ist Mitleid geben.
-Sicherheit geben, bedeutet für mich, meinen Hund bei mir zu haben und ihn zu beruhigen. Ihm geistig mitzuteilen, dass ich für ihn da bin und er sich beruhigen kann. Ich schenke ihm kein Mitleid. Ich biete ihm nur meinen Schutz an.
-Mitleid geben, bedeutet für mich, meinen Hund umsorgen, ihm geistig mein vollstes Mitgefühl zu geben. Davon hat der Hund aber nichts. Im schlimmsten Falle wird die Angst des Hundes so noch verstärkt. Er bekommt für sein Gefühl übertriebene Aufmerksamkeit.

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